Privatisierung Stoppen
Informationen zur Initiative
Einreichung
Die Versorgungsinitiative wurde am 26. August 2026 mit 636 gültigen Unterschriften eingereicht. Innerhalb von drei Monaten konnten die nötigen Unterschriften für die städtische Volksinitiative gesammelt werden. Die kurze Sammelzeit zeigt, wie wichtig der Stimmbevölkerung eine durch die öffentlich Hand gewährleistete Grundversorgung ist.
Nun haben Stadtrat und grosser Stadtrat sechs Monate Zeit zu entscheiden, wie mit der Initiative umgegangen werden soll.
Wortlaut der Initiative
Hintergrund der Initiative
Eine vom Parlament überwiesene Volksmotion «Wärmeverbünde jetzt!» hat die Beschleunigung des Ausbaus von Wärmeverbünden verlangt. Dieses Ziel haben wir unterstützt. Leider hat die Volksmotion die Beschleunigung des Ausbaus mit der Privatisierung des Wärmenetzes in ganzen Stadtquartieren verknüpft. Die SP-Fraktion hat dafür gekämpft, dass auch bei Drittbetreibern ökologisch erzeugte Wärme bei der Einspeisung den Vorrang hat, dass die Teilnetze in der Stadt vor dem Ablauf der 40-jährigen Konzessionsdauer für Private zu einem Gesamtnetz zusammengeschlossen werden und dass den Bezügern überall der gleiche Preis verrechnet wird - egal, ob man in der Altstadt oder in Herblingen wohnt. Ausser den Grünen haben alle anderen Kräfte von der SVP, über die FDP bis hin zur GLP im Grossen Stadtrat diese Anträge abgelehnt. So hat die SP-Grossstadtratsfraktion im vergangenen März entschieden, die Vorlage für die Privatisierung von Wärmeverbünden abzulehnen. Denn dass wir in der Schweiz und in Schaffhausen eine so zuverlässige Grundversorgung haben, ist kein Zufall. Strom-, Wasser-, Gas- und Wärmeversorgung funktionieren dann am besten, wenn die Netze der öffentlichen Hand gehören und demokratisch kontrolliert werden. Nicht Gewinnstreben renditeorientierter Privatunternehmen steht im Fokus, sondern die sichere Versorgung der Bevölkerung. Genau das macht die Schweiz, unseren Kanton und unsere Stadt stark und attraktiv. Dieses bewährte Modell ist in Gefahr: Bürgerliche Parteien stellen die Rechtsform der städtischen Werke in Frage und versuchen immer mehr Aufgaben an gewinnorientierte Private abzugeben. Gewinnorientierte Firmen sollen ganze Quartiere übernehmen und dort mit Monopol-Wärmeverbünden Geld verdienen. Wir sagen klar: Die Grundversorgung gehört in öffentliche Hand – nicht in die Hände privater Investoren.